Mittwoch, 29. Februar 2012

Umzug und Sofaruhe

Nachdem ich gestern einen sehr schönen und aktiven Tag in Tel Aviv und Yaffo hatte, an dem ich abends noch Anna und Shmuel beim Umzug geholfen hab und wir den Tag gemütlich in einem kleinen italienischen Restaurant haben ausklingen lassen, hat mich heute frühmorgens mein Magen darniedergestreckt und ich hab mich den ganzen Tag nur zwischen Bad und Sofa hin und her bewegt... Anna hat mir, trotz Umzugsstress, dann noch ein bisschen Medizin und Cola gebracht, was bisher doch auch geholfen hat. Cola trinken ist für mich allerdings eine ziemliche Strafe, schreckliches Zeug XD So habe ich den Tag unzählige Dokumentationen angeschaut und noch viel mehr geschlafen, wenn mein Magen mich grad mal in Ruhe gelassen hat...
Nun bekomme ich gleich noch einen kurzen Krankenbesuch und werde dann zeitig ins Bett verschwinden, damit ich morgen, hoffentlich wieder fit, endlich nach Neve Hanna fahren kann, was ja heute eigentlich schon geplant war...
Ihr lasst es euch mal gut gehen und passt auf, was ihr esst XD

Montag, 27. Februar 2012

Kindergarten und Handarbeit

Nachdem Benni in aller Frühe zur Arbeit aufgebrochen ist und ich noch eine Runde gemütlich geschlummert hab, bin ich in einen sehr bunten Tag gestartet (Entschuldigung an dieser Stelle an Opa! Ich hab natürlich an dich gedacht, war aber nie am Handy).
Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich in Annas Kindergarten gegangen, sie arbeitet dort seit einem Jahr. So viele putzige kleine Kinderchen! Wir hatten viel Spaß und ich bin dort bis zum Nachmittag gut beschäftigt gewesen - für einige Kinder war ich als Gast irgendwie DIE Attraktion. Sie machen gerade Purim-Woche. Heute war Indianertag und demnach waren viele kleine Indianer unterwegs. Wir haben Kopfschmuck gebastelt, eine Geschichte gehört und vor allem viel gespielt.

Am frühen Nachmittag bin ich nach Yaffo aufgebrochen, um noch ein bisschen über den Shuk HaPishpushim ( = Flohmarkt) zu schlendern, wo ich auch sehr erfolgreich gewesen bin ;)

Auf dem Weg nach Yaffo:

In der Nähe der Strandpromenade:

Der "Cicar HaSha'on" (Uhren-Kreisverkehr) in Yaffo:

Nach dem Shuk-Bummel: Der Blick vom Strand bei Yaffo auf Tel Aviv.

Hier habe ich die Sonne genossen :) Ein Stück weiter erfreuten sich diese beiden orthodoxen Damen des kühlen Nass, zumindest mit Zehen- und Fingerspitzen... Am Sand sieht man noch, dass es viel geregnet hat die letzten Tage und Wochen.


Als Anna mit arbeiten fertig war haben wir uns mit einer ihrer Kolleginnen bei ihr zu Hause (noch mehr Umzugskisten als bei Bennis und meinem letzten Besuch!) getroffen um nach einem Abendessen zum Töpferkurs zu gehen. Wir hatten sehr viel Spaß!

Ein Blick in das Töpferatelier:

Meine ersten und einzigen Werke des Abends. Unglaublich, wie viel Arbeit das macht! Und es fehlen noch die Unterseiten, das Brennen, die Glasur, das zweite Brennen...

Anna beim glasieren (Man sieht leider nicht das hübsche Blumenmuster, das hier gerade entsteht...)

Annas und ihrer Kollegin Werke. Sie haben heute ausschließlich glasiert während ich mich an der Töpferscheibe versucht hatte...


Sonntag, 26. Februar 2012

Artischockenfestival und Tel Aviv

Gestern sind Benni und ich morgens um 6 aufgestanden um dann eine 3/4h im Sherut (Sammeltaxi, denn am Shabat fahren ja keine Busse oder Züge) zu warten, bis das endlich seine 10 Mitfahrer voll hatte und wir Richtung Süden aufbrechen konnten. Im Sherut waren außer uns quasi nur Leute der sozialen Unterschicht und ich fühle mich immer ganz schlecht dazwischen mit meiner Jack-Wolfskin-Jacke und dem ganzen Proll-Bonzen-Zeugs was man so mit sich rumschleppt... Jedenfalls hatten wir einige "humorvolle" Mitfahrer und dadurch eine erheiternde Fahrt und sind nach einer knappen Stunde in Nir Banim angekommen - noch rechtzeitig vor Beginn des Artischocken-Festivals der Ya'akoba-Family. Benni hat beim Kellnern geholfen und ich hab in der Küche kiloweise Gemüse, vor allem Artischocken, geschält und geschnippelt. Abends hab ich mit Yotam, Urias kleinem Bruder, im Haus gesessen, weil wir zwei Frostbeulen es draußen nicht mehr ausgehalten haben, und haben von mindestens 20 seiner T-Shirts den Kragen abgeschnitten. Das ist irgendwie Mode in Israel, man sieht überall Leute mit T-Shirts mit abgeschnittenem Kragen... Später kamen dann auch seine Eltern dazu und Benni und Itamar, der mittlere der 3 Jungs (Uria, der älteste, war nicht da). Wir hatten einen echt schönen Tag mit zwar viel Arbeit, aber auch mit netten Menschen, echt gutem Essen und besonders für mich einfach mal wieder mit Eindrücken des Lebens in einem Mohshav ( = genossenschaftlich organisierte, ländliche Siedlungsform in Israel).

Nun noch ein paar Eindrücke von meinem heutigen Tel Aviv-Tag - ich bin stundenlang unterwegs gewesen und hab mich einfach gefreut, wieder in den Straßen von Tel Aviv zu sein :)

Als erstes: Der Ausblick von Bennis Balkon Richtung Nord-West. Man sieht, Tel Aviv ist einfach nicht ästhetisch schön, aber ich liebe es trotzdem :D


Ein Blick auf die Mittelallee der S'derot Rothschild. Sie ist eine der wichtigsten und populärsten Straßen Tel Avivs. Dort wurde in der Independance Hall die Israelische Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. Außerdem steht das Haus einer der Gründerfamilien Tel Avivs auf dem Rothschildboulevard. Die Straße ist sehr beliebt zum Ausgehen und auch, durch die Allee, für Spaziergänger und Radfahrer.


In der Sderot Rothschild wachsen sogar fröhliche Bäume :)

Eines der wenigen schönen Häuser in Tel Aviv, am Rande der Sderot Rothschild.

Mein heutiger Einkauf :) Mineralien für den Schmuckbau (hier einfach viel billiger als zu Hause...), ein Röckchen einer der großen israelischen Marken und Chief Sandals. Der "Chief" macht alle seine Schuhe selbst von Hand und es gibt einfach keine schöneren Sommerschuhe, außer man geht barfuß ;)

Mit Omri, einem der Shinshinim ( = israelischer Freiwilliger) von Neve Hanna vom letzten Jahr im Max Brenner Restaurant. Dort gab es heute mein erstes Soufflee :) Leider hab ich vergessen, es zu fotografieren, aber ihr wärt dann auch nur alle furchtbar neidisch... Benni war auch dabei, weil er sich aber nicht fotografieren lässt, musste er das Foto wenigstens schießen...



So ihr Lieben, das wars erstmal von mir. Liebe Grüße und lasst es euch gut gehen :)

Freitag, 24. Februar 2012

Back to Israel :)

Hallo ihr Lieben,

seit gestern Nachmittag bin ich endlich wieder in diesem wunderbaren Land. Ich hatte eine ewiglange Befragung am Flughafen in Berlin und einen Flug mit so vielen Turbulenzen wie noch nie. Das Flugzeug hat zum Teil richtig geschaukelt und gewackelt, so dass die Stewardessen vom Piloten aufgefordert wurden, den Service zwischenzeitlich einzustellen. Ist ja auch blöd, wenn einem das Essen durch die Gegend purzelt ;)

Nach einer Odyssee durch Tel Aviv (kein Mensch konnte mir den Weg sagen...) bin ich endlich bei Bennis Wohnung angekommen, wo ich wieder quasi meine "Basis" hab. Da Benni aber erst abends von Arbeit kam, hat der nette Shomer (=Wächter) mein Gepäck eingeschlossen, ich hab mich mit Sarah getroffen (eine Freundin aus meiner alten (Musik-)Schule die hier gerade ein Praktikum macht) und wir waren im Max-Brenner-Schokoladenrestaurant superleckere Schokolade trinken - sooo gut! :)

Abends kam dann Anna (sie war vor mir mit Benni als Volo in Neve Hanna), sie hat einen Zweitschlüssel zu Bennis Wohnung und hat mich reingelassen, kurz danach war auch Benni da. Wir haben noch ein bisschen überlegt, was wir genau zu Purim für die Kinder vorspielen wollen. Später waren Benni und ich mit einigen anderen in der Partystadt Tel Aviv unterwegs und heute morgen ziemlich müde...

Heute hat es oft geregnet, trotzdem waren wir ein bisschen in der Stadt unterwegs und haben Anna, vermutlich das letzte Mal, in ihrer alten Wohnung besucht. Sie zieht mit ihrem Freund am Mittwoch in eine größere Wohnung, auch in Yaffo, ich bin sehr neidsch auf die zwei :) Yaffo ist quasi das "alte Tel Aviv" und liegt im Süden Tel Avivs direkt am Meer, ein total schönes uraltes Viertel.

Anna kommt auch heute nochmal zur Purim-Probe und morgen fahre ich mit Benni nach Nir Banim, zu Urias Familie. Uria selbst ist nicht da, aber seine Brüder und natürlich die Eltern, die eine Artischockenfarm haben. Und morgen ist mal wieder "Artischockenfestival" wo Benni und ich helfen wollen. Ich bin gespannt! Ich kenn das nur aus Erzählungen :)

Ich hab mich noch nicht entschieden, ob ich es hier warm oder kalt finde, aber es ist auf jeden Fall schön, wieder hier zu sein! Liebe Grüße also aus Israel :)

Mittwoch, 23. Februar 2011

Fort Nimrod und Banjas

Heute morgen bin ich schon kurz vor 7 aufgestanden, eigentlich wollte ich halb acht mit einem Freund von Uria mit zur Kreuzung noerdlich von Kiryat Shmona fahren, aber wir haben uns verfehlt. Also hab ich meinen Tramp zum Fort Nimrod schon direkt in Kiryat Shmona gestartet. Was fuer ein Abenteuer, Franzi zum ersten Mal alleine auf Tour per Tramp :) So wirklich abenteuerlich wars gar nicht. Mein dritter "Fahrer" hat mich sogar bis direkt vor den Eingang vom Fort Nimrod gebracht! Dort habe ich eine Weile mit dem Shomer am Einlass diskutiert, weil mein Studentenausweis kein Bild hat. Letztendlich hat er ihn nicht akzeptiert und ich musste den vollen Preis zahlen XD
mit mir kamen 3 oder 4 Busse voller Schulklassen an, laermender Schulklassen... Sie haben mich fast die ganze Zeit im Fort mehr oder weniger begleitet. Fort Nimrod ist eines der groessten, relativ gut erhaltenen Forts in Israel und stammt aus der Kreuzfahrerzeit. Ich bin dort mindestens eine Stunde rumgetigert und hab mir alles angeguckt, immer mit dem Versuch, nicht in die Schuelermengen zu geraten ;)

Als ich alles gesehen hab (zumindest glaube ich alles gesehen zu haben) habe ich mich auf den Weg zu den Banjas-Quellen gemacht. Endlich Ruhe und keine laermenden Truppen mehr :D Ganz alleine bin ich durch Stock und Stein den sanft abfallenden Hang runtergewandert, immer die weiss-gruen-weissen Markierungen im Blick, man kann zwischen den Steinen leicht den Weg verlieren. Alles ist unglaublich gruen, es gibt viele wunderbare Blumen und ich hab einige Tiere getroffen. Bilder gibts zu Hause ;) Auf dem ganzen Weg bis zu den Banjas-Quellen hab ich niemanden getroffen ausser einem Schafhirten mit seiner bloekenden Herde und ein paar Hunden. Der Hirte selber hat die verruecktesten Geraeusche von sich gegeben, wie ein Mix aus Raubvogelgeschrei und Hyaenengekicher und immer ein "jalla" zwischendurch :) Ansonsten habe ich einige Echsen gesehen, Klippdachse im Fort, eine ziemlich grosse schwarze Schlange, ein paar Kuehe und ein Kaelbchen... Und ich habe einen kleinen Schreck gekriegt als ploetzlich von all den Orten um mich rum die Sirenen losgingen. Schuesse aus dem Norden hab ich die ganze Zeit gehoert, wahrscheinlich eine Armeebasis. Kurz danach rief mich Uria an (er war inzwischen aufgewacht) und fragte, ob alles geklappt hat mit der Tramperei. Er konnte mich beruhigen, es war nur eine Uebung, aber an solche Sirenen bin ich nunmal nicht gewoehnt...

Die Quellen selber haben mich irgendwie wenig beeindruckt, war mir alles ein bisschen zu touristisch. Vor allem ueberall dieses Schweizerdeutsch XD (war grad eine Gruppe unterwegs). Nachdem ich die Ausgrabungen und die Stufenanlagen im Wasser angeguckt hab bin ich weiter in Richtung Banjas-Wasserfall gelaufen. Der Banjas fuehrt dank des vielen Regens in den letzten Wochen unglaublich viel Wasser. So viel, dass ich mich kaum auf die Plattform vor dem Wasserfall getraut hab, weil da so viel Wasser runterkam, dass ich komplett geduscht worden waere...
Zum Schluss bin ich noch den neu angelegten "Suspended Trail" gelaufen, der auf den Schildern als "schoenster Pfad in Israel" gelobt wurde. Schon schoen, aber auch nicht anders als der Weg davor... Meine beiden Tramps auf dem Rueckweg haetten unterschiedlicher nicht sein koennen. Zuerst hat mich ein ruehriges aelteres Ehepaar ein Stueck mitgenommen, die mich gleich mit frisch von der Plantage geernteten Mandarinen und Aepfeln versorgt haben. Dann stand ich eine ganze Weile an der Haltestelle (muss wohl sehr unvertrauenswuerdig ausgesehen haben...) bis ein Bonzenwagen, ich glaube ein Mercedes, anhielt. Der Mann sprach gut hebraeisch, erst als ich Uria von ihm erzaehlt hab sagte der mir, das war zu hundert Prozent ein Araber. Nicht, dass ich was gegen die haette, aber komisch war er schon, der haette mich am liebsten gleich behalten und ueberall hin kutschiert XD War mir dann doch ein bisschen skurril. In Kiryat Shmona hab ich mich prompt verlaufen und musste Uria anrufen, damit er mich zurueck lotst :D
Nun bin ich wieder hier, hab den versprochenen Apfelkuchen gebacken, der ist auch direkt fast aufgegessen worden. Ich habe mir boese den Nacken, Hals und einen Teil meines Dekolltees verbrannt, ich lerns auch echt nicht! Und da ich fast 7 Stunden ununterbrochen gewandert bin, bin ich nun ziemlich k.o. und werde ins Bett verschwinden...
Liebe Gruesse an euch aus dem hohen Norden und bis bald :)

Montag, 21. Februar 2011

Kibbutz-Wochenende

Kurz nach neun bin ich in Pardes-Hanna angekommen, wo ich von Lee, Rami (auch einer vom Austausch) und noch einem Freund von den beiden abgeholt wurde. Wir waren zuerst bei Lee wo wir mit einem kleinen vierraedrigen Kibbutzgefaehrt wild durch den Kibbutz geheizt sind, war sehr lustig :) Kurz nach Mitternacht kam Florine in Hadera an, dort haben wir sie abgeholt. Dann waren wir mit Tal und Adi (auch zwei vom Austausch) und noch ein paar anderen Leuten in einem Pub in En Shemer. In En Shemer, auch ein Kibbutz, ist die Schule Mevo'ot Iron mit der damals der Austausch mit unserer Musikschule in Torgau stattfand.
Am naechsten Tag, Freitag, waren wir Humus essen mit ein paar Freunden von Lee und Rami, abends waren Lee und ich bei ihm zu Hause wo es grosses Shabat-Essen gab. Auch seine Cousine mit Mann und Zwilingstoechtern (2,5 Jahre), Rinats Bruder (Rinat ist Lees Mutter) und Rinats Eltern waren da. Es gab sehr viel und unglaublich leckeres Essen :) Freitag Abend sind wir dann noch in eine Bar nach Ramat HaShofet gefahren wo eine Party organisiert war. Es war ganz lustig, aber leider war der DJ nicht so fit.
Samstag sind Adi, Lee und Tal (ein Freund von den beiden der am Vorabend auch mit in Ramat HaShofet war) mit mir nach Caesarea gefahren, weil ich das Meer sehen wollte, aber zum baden wars mir zu kalt :) Abends bin ich dann von Lee zu Adi umgezogen, weil Lee zurueck zur Army musste.
Adi wohnt im Mohshav Talmei El'Azar. Mohshav ist eine genossenschaftlich organisierte ländliche Siedlungsform, aehnlich einem Dorf. Mit seinen Kumpels, die auch alle zum Wochenende von der Army zu Hause waren, haben wir Poike gemacht. Poike wird in einem grossen Topf direkt in der Glut eines Lagerfeuers gekocht. Zuerst kommen Oel und Zwiebeln in den Topf, danach Fleisch, Kartoffeln, Patate (Suesskartoffeln), Moehren, Knoblauchzehen und das ganze wird verrueckterweise in Cola gekocht. Spaeter kommen Gewuerze, scharfe Asiasosse und Reis oder Ptitim (aus aehnlichem Teig wie Nudeln, sieht aus wie kleine Kugeln) dazu. Das ganze schmeckt leicht suesslich und etwas scharf, ungewohnt aber lecker :)
Gestern Mittag bin ich wieder nach Tel Aviv gefahren. Den ganzen Vormittag war ein unglaubliches Unwetter: Sturm und es hat geschuettet wie aus Eimern... Wieder in Tel Aviv hab ich Waesche gewaschen und war mit Benni im Max-Brenner-Restaurant (Schokoladenrestaurant) Soufflee essen :) Soufflee das dritte fuer mich seit ich hier bin!
Heute fahr ich spontan wieder in die gleiche Gegend in der ich am Wochenende war und morgen gehts weiter nach Kiryat Shmona zu Uria. Dort will ich Mittwoch zu den Banjas-Falls fahren, vielleicht mach ich Mittwoch oder Donnerstag noch einen Abstecher an den Kinneret (Genezareth) bevor ich wieder nach Kiryat Gat fahre. Die Planung unserer Wuestentour sieht eher schlecht aus, das wird wohl leider nichts... Und naechste Woche muss ich leider schon wieder das Land verlassen :( Bis dahin hab ich aber noch einiges vor! Euch eine schoene Woche und bis bald :)

Donnerstag, 17. Februar 2011

Jerusalem of Gold

Dienstag sind wir erst am sehr späten Vormittag aufgestanden. Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich nach Jerusalem gefahren und war dort den Nachmittag in der Neustadt unterwegs. Abends wieder zurück in Gilo hab ich mich auf den Weg zu Ester Breuer gemacht. Sie hat zusammen mit Dr. Begrich viele Israelreisen geleitet, an zweien hat meine Mutter teilgenommen. Mutti hat mir für Ester einen Brief mitgegeben und mir gesagt ich müsse sie unbedingt mal treffen. Das hat sich auch gelohnt und wir haben uns wunderbar unterhalten. Eine faszinierende Frau :)
Später abends bin ich mit Florine nochmal in die Stadt gefahren, wo wir nahe der Altstadt in einem total niedlichen Restaurant gesessen haben, Salat für Florine und Shakshouka für mich! War sehr lecker :)

Gestern hatte Florine frei und wir haben den Tag in Jerusalem verbracht. In der Altstadt hatte ich eigentlich einige Mitbringsel kaufen wollen, aber ich war so genervt von dem ständigen angequatscht-werden und der komischerweise gar nicht vorhandenen Bereitschaft zu handeln, so sind wir nur durch den Shuk gelaufen und haben nichts gekauft. Später waren wir noch in der Kirche der Nationen und in der Sankt-Anna-Kirche. Letztere ist berühmt für ihre wunderbare Akustik. Die haben wir getestet und ein paar Lieder gesungen. Die asiatische Touristengruppe die auch gerade da war, war schwer begeistert :)
Nach einer Weile waren wir ziemlich verhungert und da Florine neue Schuhe brauchte (ihre "Landstreicherschuhe" fallen fast auseinander) sind wir in die Jerusalem-Mall gefahren, das wohl riesigste Einkaufszentrum an das ich mich erinnere... Wir wurden auch fündig, haben lecker gegessen und es gab für jeden noch einen hübschen Pullover und Socken um den irgendwie chronischen Sockenmangel bedingt durch die Jerusalemer Eiszeit zu bekämpfen. Nun haben wir wieder warme Füße :)

Heute morgen hab ich erstmal Edelgard aus dem Schlaf gerissen, eine entfernte Verwandte meines Opas mütterlicherseits. Sie arbeitet mit einer internationalen Gruppe am Checkpoint in Bethlehem und beobachtet die dortigen Geschehnisse. Nun fand ich halb zehn eine passende Zeit zum anrufen, aber die arme hat noch geschlafen. Mit ihr und einer Delegation werde ich heute in der Westbank unterwegs sein, ich habe noch keine richtige Ahnung wo und wie lange. Aber ich bin schon sehr neugierig! Nun werde ich meine Sachen zusammenpacken und mir steht noch eine Stunde Fußmarsch bis zum Checkpoint bevor.
Heute Abend werde ich weiter reisen nach Hadera, wo Lee, mein damaliger Austauschschüler mich abholen darf, den ich ich besuche. Er wohnt im Kibbutz Ma´anit, ich liebe diese kleinen Dörfchen!!! Sonntag geht es zurück nach Tel Aviv, von wo aus ich wohl den nächsten Eintrag verfassen werde :)
Bis dahin lasst es euch gut gehen und seid lieb gegrüßt!

Montag, 14. Februar 2011

Tel Aviv - Gilo

Gestern Abend kamen nicht Anna und ihr Freund, anstelle von ihm kam Annas Freundin mit. Und Daniel, der Avivim-Shinshin, war in Tel Aviv und hat uns auch besucht. Bevor Anna kam waren Daniel, Benni und ich am Strand und haben Zitronengrastee gekocht und getrunken :) Wie ich Meer und Strand vermisst habe!!!
Abends haben Anna, Benni und ich noch einen Tatort geguckt, hat ziemlich spannend angefangen und wurde dann leider eher langweilig. Also war ich wieder viel zu spät im Bett, was meiner Erkältung wohl nicht gerade gut getan hat. Ich hab fürchterlichen Husten und meine Stimme ist ziemlich im Eimer...
Heute am späten Vormittag habe ich mich auf den Weg nach Jerusalem gemacht, wo mich Florine (eine Schulfreundin, die hier gerade ein Volontariat macht) abgeholt hat. Wir sind zu ihr nach Gilo gefahren, wo sie auch arbeitet. Ich bin nun also zum ersten Mal in einer jüdischen Siedlung... Florine ist von Arbeit noch nicht zurück, vielleicht schlafe ich noch eine Runde. Morgen will ich den Tag in Jerusalem verbringen und mich abends mit Ester Breuer treffen. Sie hat mit Dr. Begrich die Israel-Reisen geleitet, an denen Mutti teilnahm.

Sonntag, 13. Februar 2011

Shabat, Zoo-Volo-Rueckkehr und Tel Aviv

Ich hatte noch ein echt schoenes Wochenende in Neve Hanna. Freitag Abend war ich mit in Synagoge und in der Gruppe zum Essen, es war echt schoen, und obwohl ich letztes Jahr eher selten in der Synagoge mit war, hab ich mich noch an alle Gesaenge erinnert :)
Samstag hab ich die Pinat Chai uebernommen, Rike war in Akko und Ishay hatte frei. Es war echt schoen und ich war total gluecklich :) Firtz, der Emu, hat alle seine Menschenscheu verloren und schnappt gerne mal nach fliegenden Haaren oder jagt die Kinder, die ihn gerne ein bisschen ansticheln, durch die Pinat Chai.
Gestern Abend bin ich dann nach Tel Aviv gefahren, wo mich Benni von der Tachanat Merkazit (Central Bus Station) abgeholt hat. Gestern Abend haben wir noch viel erzaehlt und "Stalingrad" geguckt, ziemlich krasser Film...
Heute vormittag waren wir bei der Post, Benni musste ein Paeckchen abholen. Dann waren wir bestimmt viermal bei seinem Friseur bis der endlich in seinem Salon war. Mittags hab ich 3 Stunden im Halbschlaf auf der Couch geluemmelt, dann sind wir in die Stadt gefahren: Essen im King George, meinem Lieblingsrestaurant. Und das Soufflee ist immernoch unvergleichlich ;) Nachdem wir noch eine Weile durch die Stadt geschlendert sind, sind wir nun wieder in Bennis Wohnung. Heute Abend kommen noch Anna (sie war mit Benni in Neve Hanna und auch mit uns auf Wuestentour) und ihr Freund, Shisha-rauchen :) Und morgen Vormittag fahr ich nach Jerusalem zu Florine.
Bis dahin, liebe Gruesse und bis bald

Donnerstag, 10. Februar 2011

Regen, Kinder, Tiere, Apotheke

Liebe Gruesse an euch aus Avivim, meiner Gruppe. Wie ihr seht gibt es weder Umlaute noch ein scharfes "S" auf der Tastatur :)
Die letzten Tage war ich eigentlich immer morgens in der Pinat Chai und mittags bis abends in der Gruppe, zwischendurch bei den Volos im Haus. Ich habe feststellen muessen, dass es in meinem Lieblingsaladinhosenladen keine Aladinhosen mehr gibt und das es auch in meinem Zweit-Lieblingsladen nichts schoenes gerade zu kaufen gibt, kann ich nur sparen... Gestern wollte ich auf den Shuk (Markt) gehen, aber da gab es erstens nichts schoenes (keine Aladinhosen, keine schoenen Tuecher, also nichts fuer mich XD ) und zweitens wollten sich zwei Maenner wegen irgendwas grad die Koepfe mit Eisenstangen einschlagen und wurden mir Muehe und Not von ein paar Mutigen getrennt. Ich hab lieber einen Bogen gemacht und bin wieder umgedreht...
Mittags war ich von Dudu zum Mittag eingeladen, Rali (die Psychologin, vielleicht erinnert sich jemand an die Hand-Lese-Aktion) war auch mit dabei und es war echt schoen, wenn auch Dudu mir viele schwierige Fragen gestellt hat ;)
Gestern hatte ausserdem auch Alex Geburtstag. Mein aeltestes Maedchen, aber leider feiern sie ihren Geburtstag erst naechste Woche. Ich hatte ihr huebsche Ohrringe gebaut und hoffe, sie freut sich drueber. Abends hab ich im Volohaus einen Zupfkuchen gebacken, der heute auch ratzekahl aufgegessen wurde. Dabei hab ich gestern echt gezweifelt, weil die komische "Butter" aus der Baeckerei irgendwie mehr die Konsistenz eines kruemeligen Radergummis hatte als die von Butter...
Heute morgen bin ich erstmal in die Apotheke gegangen, aber statt mit Meditonsin und Neoangin kam ich mit zwei hebraeisch beschrifteten Packungen wieder raus :) Mal sehen ob es hilft, ich habe jedenfalls meiner daemlichen Erkaeltung den Kampf angesagt...
Ich werde jetzt aufhoeren mit schreiben, ich bin zu faul und quatsche grad lustig mit dem neuen israelischen Freiwilligen in meiner Gruppe :D Ausserdem muss ich mal langsam ins Bett... Also Gute Nacht - Laila Tov und bis zum naechsten Blog!