Freitag, 16. Oktober 2009

Wanderung zum Gedenken an die Frau von Chaim Appel

Heute morgen sind die ehemalige Volontäre zu ihrem Trip in die Wüste aufgebrochen und wir sind mit ein paar von den älteren Kindern, einem Erzieher und Schosch, der Stellvertretenden Leiterin von Neve Hanna, in einem Kleinbus zum "Neve Shalom" gefahren, sowas ähnlichem wie dem Jakobsweg. Dort gab es erstmal Kaffee und Kuchen und dann sind wir zu einer dreistündigen Wanderung aufgebrochen. Das ganze war sowas wie eine gemeinsame Wanderung zum Gedenken an die vor zwei Jahren verstorbene Frau von Chaim Appel, dem ersten Vorsitzenden vom Neve Hanna - Verein in Israel. Ich weiß nicht genau, wie viele Leute es waren, aber es waren viele :) Und es war unglaublich heiß, ich bin nahezu zerflossen. Die Wanderung ging durch einen künstlich angelegten Pinienwald, so dass wir einen Großteil der Wanderung im Schatten waren, aber ausgerechnet zum Mittag hin wurde der Schatten immer weniger... Am Endpunkt angekommen gab es wieder was zu essen und zu trinken. Später haben wir nochmal unser Sucot-Lied gespielt und eine andere Frau hat auch ein Lied gesungen. Dann sind wir wieder zurück nach Neve Hanna gefahren. Es war eine sehr schöne Wanderung durch eine sehr schöne Landschaft, aber durch die Hitze war es auch verdammt anstrengend.
Zurück habe ich beschlossen, heute weder in die Gruppe, noch in die Synagoge zu gehen, ich war einfach zuuu müde. Außerdem fühle ich mich in der Synagoge einfach nicht... heimisch und ich möchte mich eigentlich dort auch nicht heimisch fühlen, weil es einfach nicht meine Religion ist. Ich finde es zwar sehr interessant, die jüdische Religion kennen zu lernen, aber irgendwie kann und will ich nicht jeden Samstag in die Synagoge gehen. Ich denke hier immer mehr über mich und meine Religion nach, was für mich auch echt gut ist. Und manchmal hab ich dann ein bisschen Konflikte mit mir selbst, so wie heute. Jan hat grad angekündigt, dass er sich mit mir mal drüber unterhalten will, ich bin gespannt. Und ich bin auch sehr glücklich, mich heute mal voll lange mit Katha unterhalten zu haben, ich hatte den Eindruck, dass wir ein bisschen den Kontakt verlieren, seit ich bei Kathi wohne. Also ein sehr emotionaler Tag für mich... Und nun werd ich noch ein bisschen mit meiner lieben Mutti skypen :) ...und mit Vati natürlich auch :D

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Ausflug mit den deutschen, ehemaligen Volontären

Heute morgen musste ich erstmal feststellen, dass ich meinen Wecker zu früh gestellt hab, und so sind wir schon halb acht und nicht erst halb neun aufgestanden, was aber halb so wild war, zu spät waren wir trotzdem :) Auf gings zu unserm Ausflug mit den ehemaligen Volontären, uns 5 Volos (Deborah kam nicht mit, weil sie sich eine Nasennebenhöhlenentzündung zugezogen hat...) und Dudu und Ishay (Heimleiter und Zooleiter, bzw macht Ishay so viel, dass ich noch keinen Überblick über all das hab). Wir 5 und Sascha (er war vor ein paar Jahren hier Volontär und studiert jetzt in Tel Aviv, er hat uns vor ein paar Wochen schonmal besucht) sind mit Ishay im Savana (Chevrolet) gefahren, war echt lustig. Der Weg führte uns sozusagen durch die Prärie und wir wurden mächtig durchgeschaukelt, außerdem hat man gemerkt, dass ein Einheimischer fährt :D
Zuerst sind wir zu den Höhlen gefahren, in denen sich die Aufständischen unter Bar Kochba (wenn ich das richtig mitgekriegt hab) versteckt gehalten haben vor den Römern. Durch die engen Höhlengänge sind wir auch durchgekrochen, bis auf die, die Platzangst hatten oder denen das generell nicht geheuer war. Es war auch echt eng. Man musste durch die Gänge auf allen vieren kriechen, manchmal ist man aber auch da nicht weitergekommen und mit dem Hintern oben an der Decke steckengeblieben sodass man halt mehr oder weniger robben musste. Zwischendurch kamen immermal kleine "Räume", in denen man in den seltensten Fällen stehen konnte (aufrecht erst recht nicht), manchmal hats grade zu sitzen gereicht, aber es war halt nicht so ein Schlauch wie die Gänge. War schon ein Erlebnis, aber ich war auch froh, wieder Tageslicht zu sehen, meine Knie zu entlasten und wieder aufrecht laufen zu können. Kaum vorstellbar, dass da mal Menschen drin gewohnt, und sogar Tauben gezüchtet haben...
Als nächstes sind wir, wieder durch die Prärie, zu einer Ausgrabungsstätte gefahren, von denen es in Israel unzählige gibt. Dort gab es eine der ältesten, ausgebuddelten Synagogen (bzw ihre "Grundmauern") zu sehen und einen Weinplatz, sprich, das quaderförmige Loch im Boden, in dem die Weintrauben gestampft wurden. Als nächstes sind wir an den Platz gefahren, an dem David Goliath besiegt hat, mit einer Steinschleuder :) Gut, gabs nicht viel zu sehen außer einen schönen, aber kargen Landschaft. Jetzt sollte es aber zum Höhepunkt gehen: die Glockenhöhlen waren dran. Nach einer Einweisung und einem kurzen Picknick gings auf zum Loch... Alle, die´s wagen wollten, sich in die Höhle, deren Boden 30m unter unseren Füßen lag, abzuseilen, legten also ihre Sicherungsklettergurte an und einer nach dem anderen gings ab in die Tiefe. Die Glockenhöhlen sind praktisch ziemlich hohe, runde Höhlen, fast wie ein Gewölbe. Das Gestein ist sehr weich und konnte daher leicht ausgehölt werden. Nur oben, am Erdboden ist das Gestein ungefähr einen Meter dick sehr hart. So haben die Gewölbe nach oben nur ein kleines, rundes Loch von einem Durchmesser von ungefähr 2m. Und durch dieses Loch wurde sich abgeseilt, doppelt gesichert natürlich. Ich hatte echt einen flauen Magen bis ich am Einstieg vorbei war. Dieses ins Loch steigen, die Beine waagerecht an der Wand, das große Loch unter mir und ein mir unvertrautes Seil in meiner Hand war mir echt nicht geheuer... Aber sobald ich dann nach den ersten 1-2m frei hing, im Gewölbe sozusagen, fand ich´s echt cool :) Glücklich und munter unten angekommen hab ich dann noch fleißig Fotos von den nachkommenden Mutigen gemacht und raus aus der Höhle gings ganz normal sozusagen durch den Seiteneingang (wo auch die reingekommen sind, die sich abzuseilen nicht getraut haben). Auf gings zur letzten Station: Dem Restaurant "Kastanie", zu deutsch. Dort haben wir echt gut gegessen und sind danach alle wieder nach Neve Hanna zurückgefahren.
Deborah gehts schon besser, zum Glück. Wir hatten auch noch eine Probe. Außerdem ist Benni auch heute abend gekommen, um seine letzten Sachen und sein geliebtes Fahrrad (dessen Reifen er erst noch flicken musste) zu holen. Er hat nun Arbeit und Wohnung in Tel Aviv und wir haben uns begeistert die Bilder von seinem neuen zu Hause angeguckt. Wohnungssuche in Tel Aviv muss echt schwierig sein, da wurden ihm Wohnungen angeboten "in die würde ich nichtmal mein Fahrrad stellen" (Zitat: Benni).
So, und morgen gehts zu der Gedenkfeier für die verstorbene Frau von Chaim Appel, dem Vorsitzenden des israelischen Neve Hanna-Vereins. Und ich geh jetzt auf kürzestem Weg ins Bett... Fotos kommen später, wie immer ^^

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Langer, langer Tag, und er wird immer länger :)

Unser Arbeitstag war eigentlich wie immer: Rasenmähen bis acht und dann haben Kathi und ich die Räume in dem Tageshort, in dem wir schon die letzten beiden Tage waren, fertig gestrichen. Mehr gibts da von heute nicht zu erzählen :)
Ab halb zwei war ich dann bis eben, mit einer 3/4stündlichen Unterbrechung im Büro bei Dudu, in meiner Gruppe. Ich verstehe jeden Tag ein bisschen mehr und seit gestern spreche ich sogar ab und zu ein bisschen hebräisch, was mich immer wieder glücklich macht, wenn die Kiddies mich verstehen oder ich sie...! Heute habe ich wieder von Soar (was für ein unglaubliches Kind, "adorable" hat Shaked gesagt, und es stimmt ^^) Hebräischunterricht bekommen. Diesmal musste ich lesen und er hat die Wörter aufgeschrieben und ein Häkchen oder ein Kreuzchen drangemalt, jenachdem, ob ich´s richtig oder falsch gelesen hab. Am Ende hab ich eine Note und eine Widmung bekommen und hab am Freitag wohl die nächste Stunde :) Außerdem hab ich heute mein Sha´a Ischit ( = persönliche Stunde) -Kind bekommen, ich hab Noar, einen von den beiden kleinen Zwillingen. Itzhik meinte, er wollte mich unbedingt und so gehts nächsten Montag für mich los damit. Ich verbinge nun einmal wöchentlich eine Stunde nur mit Noar und wir machen, was er gerne möchte, zum Beispiel in den Pinat Chai oder in die Stadt gehen, was bestimmtes spielen oder was auch immer. Ich bin gespannt wie´s wird :)
So, nun hatte ich eine kurze Atempause und gleich gehts wieder los in die Küche: wir sind mit für das Abendbrot verantwortlich, dass die ehemaligen deutschen Volontäre, die zu einem Treffen hier sind, heute im Pinat Chai kriegen sollen. In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute auch schon wieder... Und morgen gehts zum Ausflug mit den Deutschen, ich freu mich schon sehr darauf :)

Dienstag, 13. Oktober 2009

Farbe, Hebräisch, Gute-Nacht-Küsse

Zum Glück mussten wir heute nur bis um acht draußen arbeiten, dann gings wieder an die Farbe. Um 10 gab es die theoretisch allwöchentliche Sitzung, diesmal ohne die Psychologin, dafür mit Antje (die Frau, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist und am 1.9. unsere Einführung gemacht hat) und Dudu. Wir haben die Pläne für Donnerstag und Freitag erklärt bekommen und freuen uns schon alle sehr gespannt auf die beiden Tage :) Was genau wir machen, erzähle ich, wenns so weit ist, sonst hab ich ja dann nichts mehr zu tun ^^ Jedenfalls wird es einen Ausflug geben mit den Deutschen und eine Gedenkfeier für die vor zwei Jahren an Krebs gestorbene Frau des Vorsitzenden des Vereins von Neve Hanna in Israel. Da werden wir wieder musikalisch auftreten und werden dafür nachher noch proben...
Nach der Pause hab ich mich bei einem leckeren Obst-Jogurt und einem Tee auf meine Hebräischstunde vorbereitet. Ich habe heute extra viele Hausaufgaben bekommen, weil wir ja anstatt Donnerstag gestern Unterricht hatten, da hab ich ja viel Zeit bis Sonntag... :)
Nachdem Gespräch mit Nir, dem Rabbi, bin ich dann in die Gruppe zum Abendbrot gegangen. Danach war ich kurz bei Kathi in der Gruppe und wir wollten mit einem Mädel zum Kiosk gehen. Als ich bei mir in der Gruppe Bescheid sagen wollte, wurde ich allerdings gleich von Deborah und Odelia beschlagnahmt: es gab mal wieder Bücher einzuschlagen und Deborah fühlte sich dazu unfähig, also hab ich unzählige Bücher und Hefte für Odelia eingeschlagen und wurde nebenbei von ihr mit Klebstreiben und Weintrauben versorgt. ^^ Shaked war nur bis zum Abendbrot da, weil die Schinschinim heute wieder ihren "Erev Comuna" hatten, also war ich mit Itzhik alleine in der Gruppe. Ich hab dann noch die kleinen Mädels ins Bett gebracht und Gute-Nacht-Küsschen verteilt. :) Im Prinzip war es ganz gut für mich, mal ohne Shaked in der Gruppe zu sein, weil ich so alleine versuchen musste, die Kinder zu verstehen und sie nicht als Übersetzungshilfe hatte. So hab ich zum ersten Mal wirklich mit den Kindern geredet und sie geben sich echt Mühe, dass man sie versteht, war eine sehr schöne Erfahrung für mich, auch dass ich gemerkt habe, dass sie mich verstehen, wenn ich versuche, was zu sagen. Dann wird es jetzt wohl hoffentlich für mich auch mal im Alltag vorwärts gehen mit dem Verstehen... :)
Wieder zurück im Volohaus hab ich mir den zweiten Jogurt gegönnt und meiner lieben Mutti eine Mail geschrieben :) Währenddessen ist Lorenz mit seiner Mutter angekommen, er hat sie vom Flughafen mitgebracht und sie ist für 12 Tage hier zu Besuch (sie ist auch mal Volontärin hier gewesen).
Ich werde mich nun mal zu den anderen gesellen... Bis dahin, Leila Tov :)

Montag, 12. Oktober 2009

Kurzer Abendgruß

Angesichts der Tatsachen, dass es schon spät ist, ich morgen früh raus muss und schon voll müde hier sitze, weil ich bin dreiviertel neun in der Gruppe war und bis eben Hausaufgaben gemacht hab (nebenbei noch viele andere Dinge...), werd ich den Tag mal kurz fassen.
Der Garten brachte heute wieder eine Gießrunde für mich, danach hab ich mit Kathi in Lorenz´ Gruppe die Löcher in den Wänden zugespachtelt und nach der Pause haben wir den ersten Raum bereits gestrichen, morgen gehts weiter.
Wir hatten heute sogar Unterricht, weil Schoschana Donnerstag nicht kann. Gegen fünf wollte ich dann kurz mit Kathi zum Kiosk gehen, weil eins ihrer Kinder Geburtstag hatte und sie für sein Geschenk noch Süßigkeiten brauchte, aber wir wurden von zwei Kinder beschlagnahmt, die mitwollten, und da dauerte das ganze etwas länger. Danach war ich in der Gruppe, wo ich heute voll eingebunden war. Die Kinder waren gestern, nach den Ferien, etwas neben der Spur und keiner hat gemacht was er sollte... Deshalb mussten sie heute alle schon um acht ins Bett und die Wäsche (abnehmen, zusammenlegen, neue aufhängen), was sonst immer Aufgabe der Kinder ist, blieb an Shaked, Adi (Avivim ist ihre Abendgruppe, tagsüber ist sie in dem Tageshort, wo auch Lorenz ist) und mir hängen, ebenso das ganze Geschirr. Da hatten wir eine Weile zu tun, um es mit Shakeds Worten zu sagen: "we have tons of laundry"...
Und nun, nachdem ich endlich meine Hausaufgaben und diesen Blogeintrag fertig habe, werde ich mich in die Waagerecht begeben... Na dann gute Nacht :)

Sonntag, 11. Oktober 2009

Balagan, Unterricht und Kinder-wieder-da

ערב טוב - Guten Abend
Theoretisch hätten Kathi und ich heute unseren zweiten freien Sucot-Tag gehabt, aber nachdem Michail mehrmals an unsere Tür geklopft hat, haben wir uns doch erbarmt und haben ab halb neun gearbeitet. Lorenz hatte bis dahin schon den Hof gepustet und wir durften dann zwei Matratzen und Bettuntergestelle in die Wohnung schleppen, die wir letzte Woche gestrichen hatten. Als nächstes kam eine Art Beschäftigungstherapie. Wir durften die Tische aus Re´im (der Gruppe von Kathi) zu den Bogrot (die "erwachsenden" Mädchen) schleppen (die Tische sind erstens schwer, zweitens groß und unhandlich und drittens mussten sie erst eine schmale Treppe runter und dann eine ebenso schmale und verwinkelte Treppe wieder rauf), die Tische von den Bogrot zu Parparim (der Gruppe von Jan, neben Re´im) und die Tische aus Parparim mussten zu Re´im. Ich habe keine Ahnung, was dieser Tischtausch gebracht hat. Wie auch immer, danach gings in die Pause und zum krönenden Abschluss durften wir mal wieder Rasen mähen. Netterweise waren wir danach fertig und hatten so über eine Stunde eher Schluss.
Schoschana war heute wieder begeistert von mir :) Ich fänds ja schön, wenn ich "in der bösen Welt da draußen" (Zitat Frau Blache, meine Lieblingsgeolehrerin) auch mal so viel verstehen würde, wie im Unterricht... Und sie hat auch sofort festgestellt, dass ich eine "agvania" עגבניה (Tomate) bin, weil einfach alles rot ist, mein Gesicht besonders... XD
Heute nachmittag wars weniger spektakulär und heute abend bin ich wieder in der Gruppe gewesen. Nahezu alle Kinder sind wieder da und morgen geht die Schule wieder los. Schon komisch, es kam mir vor, als hätte ich sie ewig nicht gesehen...
Heute abend werd ich nichts mehr groß machen. Und morgen gehts wieder regulär früh 6:15 aus den Federn und ab in den Garten ("gan" גן zu hebräisch)

Bilder von Tel Aviv

Nun kommen die versprochenen Bilder von unserem Wochenende in Tel Aviv. Los gehts mit dem Schuk, dem Markt also :) ...


Einer der unzähligen Schmuckstände...

Uhren in Kombination mit Schnapsflaschen :D Sah aber irgendwie cool aus...

Engel gabs auch auf dem Markt zu kaufen.

Und Salzstreuer in Kombination mit Besteck :)

Eine Straßenkünstlerin in der Luft. Wen man auf dem Bild nicht sieht: ihren männlichen Kollegen. Der hat das andere Ende vom Seil um die Hüfte und klettert immer an dem kranähnlichen Ding rauf und runter, damit die Frau sich nach oben bzw unten bewegt...

Namensschilder konnte man sich auch überall malen lassen.

Uhren gabs in allen Farben, Formen, Variationen...

Pinnwände in Form von Kakteen

Holzkerzenständer, was es nicht alles gibt auf dem Markt. Das war nur ein winziger Ausschnitt. Auf dem wirklich chaotischen Teil, wo einem die Tücher von oben, das Essen und andere Sachen von der Seite und die Menschen von vorne und hinten entgegenkommen, hab ich meine Kamera noch nicht ausgepackt gehabt...

Stillleben, während wir im "King George" auf unser Essen warten. Lecker wars :)
(man beachte den Heinz-Tomatenketchup, den gibts hier überall)

Auf dem Weg von unserem Hostel nach Alt-Jaffa, was man im Hintergrund sieht. Angler gabs auch viele...

Ich habe mich mit meiner Kamera ins Wasser gewagt und ihr seht nun Kathi, Lorenz und unser Lager vom Mittelmeer aus :)
Hier waren wir bis um 2 und ich habe mir den flächenmäßig größten Sonnenbrand meines Lebens zugezogen. Sogar Schoschana und Dudu haben mich heute drauf angesprochen. Schoschana meinte, ich wäre eine Tomate und fands voll lustig :D Naja, für mich ist es weniger lustig, es brennt einfach überall... Aber wer den Schaden hat, braucht für den Spott ja bekanntlich nicht zu sorgen... XD

Kleiner Markt in Jaffa

St. Peters Church in Jaffa

Auf dem gleichen Platz: Das Häuschen fand ich voll putzig ^^

Ein Treppenaufgang in einem Hinterhof. Ich gebe zu, das Bild ist etwas schief geraten ^^

Auch in Jaffa

Ein Boot mit Suca, also Laubhütte. verrückt... Überall werden Laubhütten gebaut, sogar bei Burgerking und am Bahnhof...

Der alte Hafen von Jaffa, einer der ältesten der Welt.

Auf dem Weg durch Jaffa zum Bahnhof. Bzw am Anfang des langen Weges...

Zwischenstop vor dem Amphitheater mit Blick auf Tel Aviv.

Sonnenuntergang, und zwar vor um 6 :)

Die "Rehov Yevet", da ist wohl das meiste Leben in Jaffa. Man sieht hier den Anfang von der Ladenstraße.

Und zu guter Letzt ein Bild von einem Shishaladen: Dr. Nargila ^^

Samstag, 10. Oktober 2009

...und nun: heute: Tel Aviv Tag II und Rückkehr

Lange bin ich nicht soviel gelaufen wie an dem Wochenende. Nach dem wir ausgecheckt haben, kurz vor zehn, sind wir in Richtung Strand aufgebrochen und an diesem bis kurz vor Alt-Jaffa gelaufen. Da haben wir uns "niedergelassen" und sind bis um 2 dort geblieben. Die meiste Zeit lagen wir faul in der Sonne und letztendlich hieß es für mich: Dummheit muss bestraft werden, denn ich bin als Grillhähnchen geendet, und zwar als rotes XD So großflächig hab ich mich noch nie verbrannt und im Moment sitz ich hier auch im Zimmer nur in Badesachen, nahezu alles, was man von vorne von meiner Haut noch sehen könnte, ist mit Propanthenol eingesprüht. Ich bin echt rot geworden :D
Nachdem wir genug am Strand rumgelungert sind, haben wir uns auf den Weg Richtung Jaffa und auf die Suche nach Essen, das nicht überteuert ist, gemacht. In Jaffa, einer der ältesten Städte der Welt, haben wir dann Pita mit Humus gegessen und uns die alte Stadt ausgiebig angeguckt. Sie ist echt total schön und es gibt viel zu sehen, auch hiervon später noch Bilder. Abends haben wir uns dann auf den langen Weg Richtung Bahnhof gemacht und sind nun wieder in Kiryat Gat, in dem immernoch relativ ausgestorbenen Kinderheim, angekommen. Wir hatten echt ein schönes Wochenende und ich auch eine echt schöne Zeit bei Adi :) Vielleicht kommt er uns bald mitsamt Freundin, die ich leider noch nicht kennen gelernt hab, in Neve Hanna besuchen, mal sehen...
Euch einen schönen Abend und eine Gute Nacht! Leila tov

Freitag: Abschied von Adi und Tag I in Tel Aviv

Freitag morgen kurz nach zehn haben wir uns dann zum Frühstück wieder getroffen. Danach brauchte er meine Hilfe als Übersetzerin ^^ Donnerstag abend, ich dachte erst, sie wollen mich veräppeln, wurde mir erklärt, dass Adi eine deutsche Staatsbürgerschaft hat (ich war schon ein bisschen baff) und er musste nun dem Wehrersatzdienstamt, oder wie auch immer sich das nennt, in Deutschland erklären, warum er 3 Jahre Militärdienst in Israel macht (in Deutschland muss man ja bloß 9 Monate oder so und da sind die restlichen gut 2 Jahre für ihn sozusagen Freiwilligendienst, hab ich zumindest so verstanden). Das Ende vom Lied war jedenfalls, dass er mir aufgeschrieben hat was ich schreiben soll, und ich durfte den Spaß dann übersetzen und in das deutsche Formular eintragen. Gesagt, getan. Schon mussten wir zum Bahnhof, diesmal nach Binyamina, fahren weil ich um eins mit Lorenz und Kathi in Tel Aviv verabredet war (Jan die alte Socke hat uns in fast letzter Minute im Stich gelassen um mit Katha nach Ein Gedi zu fahren). Hat auch alles gut geklappt und nachdem wir endlich unsere Buslinie ausfindig gemacht haben, sind wir auch gut in unserm Hostel angekommen. Es war eine typische Jugendherberge, aber auch mit dem trotzdem sympatischen Jugendherbergsflair. Allerdings war der Mann, der unseren Dormingroom geteilt hat, eine sehr seltsame Person, zum Glück haben wir ihn insgesamt nur ungefähr 5 Minuten wach gesehen.
Kaum angekommen, sind wir auch schon wieder los und haben uns ins bunte Leben auf dem Markt und in den Straßen von Tel Aviv gestürzt. Wir hatten viel Spaß und haben viel gesehen, wenn ich mal Muße hab, stell ich auch die Bilder noch rein. Abends haben wir im King George gegessen, dem Restaurant, in dem ich auch schon mit Shaked und ihrem Vater war. Und ich konnte auch Kathi und Lorenz von dem Restaurant überzeugen :) Es gewinnt an Fan-Gemeinde... Danach hatten wir ein paar lustige Billardrunden, haben einen ziemlich betrunkenen, komischen Schweden aufgegabelt und wollten eigentlich mit ihm und zwei netten Mädels in einen Club gehen. Allerdings geht das Nachtleben erst um 12 los, wenn überhaupt schon so früh. Kathi und ich hatten allerdings keine Lust mehr auf Club und Betrunkene Leute und sind vorher zurück gegangen. Haben in einem echt schönen Strandcafé noch Teechen getrunken und sind dann in die Herberge schlafen gegangen. Lorenz und unser seltsamer Zimmergefährte kamen später, aber ich hab so tief geschlafen, dass ich nichts mehr mitbekommen hab :)

Donnerstag: Freier Tag und Besuch bei Adi in Talmei Elazar

Ich habe einiges nachzuholen im Blog, denn ich war das ganze Wochenende unterwegs...
Donnerstag hatte ich also den ersten meinen beiden freien Sucot-Tage (letztendlich hatten alle frei, außer Jan, der eine kurze Runde für dich Bäckerei gefahren ist, weil Michail nicht geschnallt hat, dass Lorenz und Deborah da sind, bloß Kathi und ich nicht, und da kam er halt auch nicht) und hab den Vormittag ganz gechilled mit Nichtstun bzw Sachenpacken verbracht. Ich hab dann als erste Hebräischunterricht gemacht und bin gleich danach aufgebrochen zum Bahnhof, die liebe Kathi hat mich sogar noch bis hin begleitet :) Und dann bin ich nach Hadera gefahren, wo mich Adi, einer der Teilnehmer an dem Austausch, durch den ich letztes Jahr bereits in Israel war, abgeholt hat. Erstmal sind wir zu ihm nach Hause gefahren, dunkel hab ich mich sogar noch dran erinnert ^^ und haben mit seiner family Tee bzw Kaffee getrunken. Danach ist er mit mir nach Zikhron Ya´akov gefahren (da wohnen auch Leute vom Austausch, die waren aber alle nicht da), wir sind dort ein bisschen durch die Straßen geschlendert und haben uns in ein Café gesetzt. Ich habe mein bereits zweites Soufflé in Israel gegessen, es ist zu lecker :) Danach haben wir einen Freund von ihm besucht, der auch in Talmei Elazar (also in Adi´s Mohshaw) wohnt. Wir hatten einen fröhlichen Abend mit Nargila (zu deutsch: Shisha) und Gitarre, außerdem wurden wir noch von zwei weiteren Leuten verstärkt: dem "Nargila-Doctor" (er kennt alles Tricks und Kniffe, die man bei einem solchen Ding nur irgendwie anwenden kann) und Hod, einem weiteren vom Austausch, mit dem ich aber weniger zu tun hatte. Irgendwann zwischen zehn und elf sind wir dann nochmal zu ihm nach Hause und haben Abendbrot gegessen ^^ Da wir beide festgestellt haben, dass wir zu müde sind, um noch groß wegzugehen, haben wir uns entschlossen, einen Film zu gucken, sind nochmal losgefahren um einen zu leihen und haben dann Illuminati (natürlich auf englisch) geguckt... Soviel zum Donnerstag.